24h Übung Jugendfeuerwehr

Am 16. und 17.09.2023 war es endlich wieder soweit! An diesem Wochenende fand die diesjährige 24h Übung der Jugendfeuerwehr Engelsbrand statt. Die 24h Übung ist ein Berufsfeuerwehrtag, an dem die Jugendfeuerwehr eine Schicht einer Berufsfeuerwehr simuliert. Innerhalb dieser Zeit müssen mehrere Einsätze abgearbeitet werden. Nach monatelanger intensiver Vorbereitung durch die Jugendleitung durften wir am Samstag, den 16.09. um 15 Uhr rund 30 gespannte und aufgeregte Kinder im Feuerwehrhaus begrüßen.

Zuerst wurden kurz allgemeine Abläufe und Regeln erklärt, danach die Schlafplätze bezogen und die Schichten eingeteilt. Hier wurden alle Kinder auf die Fahrzeuge und in die verschiedenen Trupps verteilt. Jeder bekam einen eigenen Meldeempfänger, der im Einsatzfall piepst. Damit jeder weiß, wie er sich im Alarmfall zu verhalten hat, wurde ein Probealarm mittels Alarmdisplays im ganzen Haus, sowie über Lautsprecherdurchsagen und Meldeempfänger ausgelöst. Insgesamt wurden alle 5 Fahrzeuge der Feuerwehr besetzt. Unterstützt wurden wir durch die Malteser der Ortsgliederung Engelsbrand mit 2 Fahrzeugen.

Um 16:04 Uhr wurden wir mit dem Stichwort „Explosion, mehrere Verletzte“ nach Grunbach gerufen. Sofort wurden 2 Löschgruppenfahrzeuge besetzt, die dann anschließend zum Einsatzort eilten. Vor Ort erkundeten die beiden Gruppenführer mit den Meldern die Einsatzlage. Bei einem Grillfest mit insgesamt 12 Personen ist es aus ungeklärten Gründen zu einer Gasflaschenexplosion gekommen. Hierbei wurden 2 Personen schwer, 4 mittelschwer und 6 leicht verletzt. Neben der Erstversorgung der Verletzten, wurden 2 kleinere Brände mittels Schnellangriff gelöscht. Die Verletzten wurden nach und nach dem Rettungsdienst übergeben, der die weitere medizinische Versorgung übernahm.

Währenddessen haben auf der Feuerwache die beiden anderen Gruppen eine theoretische Unterrichtseinheit durchgeführt.

Gegen 17 Uhr wurde die Besatzung des TLF´s mit dem MTW zum Bikepark alarmiert, um den Rettungsdienst bei einer Tragehilfe zu unterstützen. Eine Radfahrerin war in einem schwer zugänglichen Bereich gestürzt und wurde dann mittels Spineboard aus dem Gelände gebracht und vom Rettungsdienst weiter versorgt.

Um 17:45 Uhr ertönten erneut die Alarmglocken. Es wurde eine bewusstlose Person im Wasser gemeldet. Ein LF rückte zum Einsatzort aus. Vor Ort wurde die bewusstlose Person in einem Schlauchboot vorgefunden. Mithilfe von Feuerwehrleinen, die über den See gespannt wurden, wurde das Boot an Land gezogen und die Person konnte schnell gerettet und vom Rettungsdienst versorgt werden.

„Einsatz für die Jugendfeuerwehr Engelsbrand“ hieß es erneut um 18:25 Uhr, bei dem eine durch einen Traktor verursachte Ölspur gemeldet wurde. An der Einsatzstelle konnte das Öl zügig durch Ölbindemittel abgebunden und anschließend aufgenommen werden.

Fast zeitgleich wurde eine weitere Löschgruppe zu einer Tierrettung alarmiert. Eine Katze hatte sich im oberen Teil einer Scheune versteckt und kam nicht mehr selbstständig runter. Über eine Steckleiter konnte das Tier schnell gerettet und an den erleichterten Besitzer übergeben werden.

Auch in diesem Jahr bekochte uns unsere Altersabteilung wieder mit vollem Einsatz. Zur Stärkung gab es leckere Spaghetti Bolognese mit Salat.

Nach dem Essen war etwas Zeit für Spiel und Spaß, was allerdings gegen 20:15 Uhr für alle unterbrochen wurde. Die gesamte Wachbesetzung wurde zu einem Wohnungsbrand mit 4 vermissten Personen nach Grunbach gerufen. Vor Ort erkundeten die Gruppenführer zunächst die Lage, da es sich um ein großes Objekt handelte. Es quoll bereits dichter Rauch aus dem Gebäude, daher war höchste Eile geboten. Jedes Fahrzeug erhielt einen Einsatzabschnitt, bei dem sich jeder seinen eigenen Zugang zum Gebäude verschaffte. Bereits nach wenigen Minuten konnten die Vermissten im Gebäude von den Angriffstrupps gefunden und ins Freie gerettet werden. Im Anschluss wurden alle Feuer bekämpft und das Gebäude belüftet. Erschöpft kehrten wir gegen 22 Uhr wieder ins Feuerwehrhaus zurück.

Dann war Nachtruhe angesagt, die dann für zwei Fahrzeugbesatzungen gegen 0 Uhr nochmal kurzzeitig unterbrochen wurde. Die Brandmeldeanlage in der Turnhalle in Grunbach hatte ausgelöst. An der Brandmeldezentrale wurde der ausgelöste Melder ausgelesen und im Gebäude mithilfe von Gebäudeplänen ausfindig gemacht und der betroffene Bereich kontrolliert. Es konnte keine Auslöseursache festgestellt werden. Somit konnten wir nach kürzester Zeit wieder einrücken.

Nach einer ruhigen Nacht ohne weitere Einsätze wurde die Wachbesetzung gegen 7 Uhr geweckt und es gab einen Schichtwechsel.

Im Anschluss wurde ein leckeres Frühstücksbuffet eröffnet, bei dem sich alle für weitere anstrengende Stunden stärken konnten.

Dieses wurde kurze Zeit später für zwei Fahrzeugbesatzungen gestört. Es wurde ein Gartenhaus in Vollbrand gemeldet. Vor Ort bestätigte sich die Lage. Sofort begannen mehrere Trupps mit den Löschmaßnahmen und das Feuer war schnell unter Kontrolle.

Gegen 9 Uhr erreichte uns ein automatischer Notruf von einem Fahrzeug mit den Koordinaten für den Unfallort. Zwei Fahrzeuge wurden zum Einsatzort entsandt. Es handelte sich um einen Unfall, bei dem ein PKW mit einem Fahrradfahrer kollidierte. Ein weiterer Radfahrer stürzte vor Schreck einen Hang hinunter. Die beiden Verletzten wurden erstversorgt und der unter Schock stehende PKW Fahrer betreut.

Um 10:30 Uhr folgte auch schon der nächste Einsatz. „Gefahrgut klein“ hieß das Einsatzstichwort. Im Bauhof wurde eine aus einem undichten Behälter auslaufende Flüssigkeit vorgefunden. Es wurde ein Gefahrenbereich eingerichtet, da zunächst unklar war, um welchen Stoff es sich handelt. Ein Trupp unter Chemikalienschutzanzügen ging vor, um zunächst die Gefahrstoffnummer zu ermitteln. Da es sich tatsächlich um einen giftigen Stoff handelte, wurde die Flüssigkeit rasch in einen anderen Behälter umgefüllt und die ausgelaufene Flüssigkeit aufgenommen. Im Anschluss konnte der Trupp in dem vom zweiten Fahrzeug aufgebauten Dekontaminationsplatz gesäubert werden.

Pünktlich um 12 Uhr gab es dann Fleischküchle mit Kartoffelsalat zum Mittagessen.

Durch die Meldeempfänger wurden die Einsatzkräfte nach dem Mittagessen zum nächsten Einsatz in den Ortsteil Engelsbrand gerufen. In einem Gebäude trat Gas aus einer undichten Gasleitung aus und zwei Personen hielten sich noch im Gebäude auf. Diese konnten zügig aufgefunden und ins Freie gebracht werden. Ein Trupp unter Atemschutz konnte den Gashahn im Keller ausfindig machen und schließen.

Zum letzten Einsatz des Tages wurden wir kurz nach 14 Uhr nach Salmbach gerufen. Es war ein Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten gemeldet, weshalb die gesamte Wachbesatzung ausrückte. Vor Ort war die Lage zunächst recht unübersichtlich. Zwei PKW´s waren frontal kollidiert, bei dem beide Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert wurden. Aus einem der Fahrzeuge drang Rauch aus dem Motorraum, weshalb sofort ein Löschangriff eingeleitet wurde. Der Fahrer dieses PKW´s war vermisst, der Beifahrer befand sich bereits außerhalb des Fahrzeuges, war allerdings verletzt und wurde von einem Trupp in Sicherheit gebracht. Der Vermisste wurde von einer Fahrzeugbesatzung im Wald gesucht und nach einiger Zeit aufgefunden und gerettet. Der Fahrer sowie der Beifahrer des anderen Fahrzeuges befanden sich noch innerhalb des PKW´s. Zunächst musste hier ein Baum entfernt werden, um Zugang zu den beiden Verletzen zu schaffen. Im Anschluss wurden beide Verletzten aus dem Fahrzeug gerettet und ebenfalls an den Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben.

Nach Beendigung des letzten Einsatzes wurden im Feuerwehrhaus alle Fahrzeuge wieder aufgerüstet und gesäubert.

Anstrengende 24 Stunden lagen hinter uns, alle Teilnehmer waren sichtlich erschöpft und konnten gegen 16 Uhr nach Hause verabschiedet werden.

Wir bedanken uns bei allen Helfern für dieses unvergessliche Wochenende. Ein herzliches Dankeschön geht an die Malteser Engelsbrand, die Gemeinde Engelsbrand, Fa. Bauer, Fa. Staib, Fa. Mai, alle Küchenhelfer, Übungsvorbereiter, den Statisten und allen, die uns Übungsobjekte zur Verfügung gestellt haben und natürlich den Kindern und Jugendlichen. Denn ihr seid die Zukunft der Feuerwehr!

Die Jugendleitung der Feuerwehr Engelsbrand

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Brandcontainer Altensteig

Trotz Sommerferien ruht die Ausbildung nicht. Am vergangenen Samstag entsandte die Feuerwehr Engelsbrand 8 Atemschutzgeräteträger zur Brandcontaineranlage nach Altensteig. Die Anlage besteht aus 8 Übersehcontainer und 2 Siloanlagen, die miteinander verbunden sind . Um die realen Brandbedingungen zu schaffen, wird die Anlage mit Holz an unterschiedlichen Stellen befeuert. Nach einer theoretischen Unterweisung wurde die Wasserversorgung aufgebaut und dann ging es auch schon los. Zuerst startenden wir mit der Rauchgewöhnung. 

Jeder Trupp musste 2 unterschiedliche Übung Szenarien abarbeiten. Mit der Hitze kam der eine oder andere an seine Grenzen und der Schweiß floss. Durch das neu erlernte können zukünftige Einsätze routinierter angegangen werden.

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Überführung von 3 Feuerwehrfahrzeugen

Donnerstag 10.August bis Sonntag 13. August 2023

Feuerwehr Singen am Hohentwiel / Feuerwehr Engelsbrand

Im vergangenen Winter wurde das ausgemusterte TLF16/25 der Feuerwehr Engelsbrand über die Stadt Singen am Hohentwiel zur ukrainischen Partnergemeinde Kobeljaky überführt. Hierbei entstand eine Freundschaft zu Singen aber auch in die Ukraine. Immer wieder bekommen wir Einsatzbilder des TLF gesendet. Hauptsächlich wird es zur Brandbekämpfung bei Flächen- und Waldbränden eingesetzt, aber auch bei Wohnungsbränden.

So konnte die Feuerwehr Singen 3 weitere Fahrzeuge ausfindig machen, welche in die ukrainische Partnerstadt, wie auch den Kreis Kobeljaky, überführt werden sollen. Als großes Löschfahrzeug spendete die Werkfeuerwehr Maggi ein 42 Jahre altes LF16, welches ursprünglich als Rüstwagen aufgebaut war. Die Gemeinde Gaienhofen spendete ein TSF der Teilgemeinde Horn und die Feuerwehr Singen einen Ford Transit als Mannschaftstransportwagen.

2 Kameraden der Feuerwehr Engelsbrand unterstützten das 6-köpfige Team aus Singen. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, startet der Konvoi am Donnerstag, 10. August morgens um 6 Uhr in Singen über die deutschen und polnischen Autobahnen Richtung Ukraine. Nach 23 Stunden – es ist nun 5 Uhr morgens und die ersten Sonnenstrahlen erscheinen am Horizont, erreichen wir nach 1400 Kilometern unser Etappenziel den Ort Przemyśl kurz vor der polnisch – ukrainischen Grenze. Nach ein paar Stunden Schlaf im Hotel ging es dann weiter. Die Fahrzeuge nochmals volltanken und dann zur Grenze. Dieses Mal war der LKW-Rückstau wieder sehr groß, aber wir konnten ungehindert vorfahren und wurden nach kurzer Wartezeit in den Zollhof eingelassen. Die Abfertigung verlief dieses Mal etwas schneller, aber für die Einfuhr in die Ukraine fehlten noch Bestätigungen aus Kobeljaky. Nach einigen Telefonaten der Zöllnerin mit dem Kommandanten der Feuerwehr aus Kobeljaky, wurde die Dokumente nachgereicht und wir durften um 17 Uhr den Zollhof verlassen.

Am Straßenrand wurden wir auch gleich von 7 Kameraden aus Kobeljaky empfangen, welche die ganze Nacht über angefahren sind. Auf einem Parkplatz in Grenznähe fand dann die Übergabe statt. Mit Händen und Füßen, Google Übersetzter und wenigen Worten Englisch, wurde die Einweisung auf die Fahrzeuge durchgeführt. 2 junge Männer, welche das TSF fahren durften, sind nicht mehr ausgestiegen. Leuchtende Augen von erwachsenen Männern und Dankbarkeit für die Fahrzeugspenden zeigen uns, wie wichtig diese Spenden für die Ukraine momentan sind.

Bei einem gemeinsamen Vesper bestehend aus deutschen Grillwürsten, ukrainischer Wurst, Käsespezialitäten und einer Flasche Bier wurde die Übergabe gefeiert. Nach gut 2 Stunden fuhren die 3 Feuerwehrfahrzeug mit einem Konzert aus Ta-Tü-Ta-Ta ab und begaben sich auf die nächsten 1000 Kilometer in Richtung Osten. Nach weiteren 22 Stunden Fahrt sind diese Fahrzeuge sicher in Kobeljaky angekommen.

Für das 8-köpfige Team aus Deutschland ging es dann wieder zum Grenzübergang Richtung Polen. Um Mitternacht erreichten wir unser Hotel. Am nächsten Morgen ging es dann wieder auf in die Heimat. Das Team aus Engelsbrand verabschiedete sich um 1.30 Uhr am Sonntagmorgen bei Stuttgart und so konnte um 3 Uhr am Sonntag früh eine erfolgreiche Überführung abgeschlossen werden.

Daniel Härter / Heiko Bismarck

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  • Bild_7_-_polnischer_Zoll_-_Warten_auf_die_Abfertigung
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Lehrgang Elektro-Mobilität

In den letzten Monaten wurden 4 Führungskräfte der Feuerwehr Engelsbrand für den Ernstfall auf die Elektro-Mobilität vorbereitet.
Die gelernten Inhalten werden nun zeitnah an die weiteren Führungskräfte und Mannschaft transferiert.

Inhalte der beiden Theorieteile waren:
- Gefahrenpotenzial von E-Fahrzeugen
- E-Fahrzeugtechnik und Hochvolt-Eigensicherheit
- Fahrzeugidentifikation
- Technische Hilfsmittel
- Schutzausrüstung und Eigenschutz
- Gefahrenabwehr Hochvolt-System
- Rettungsmaßnahmen
- Technische Rettung und Hilfeleistung
- Brandbekämpfung von Fahrzeugen mit Li-Ion-Batterien
- Dekon- & LöWaRüHa-Maßnahmen
- Einsatzstellenhygiene
- Durchsprache von mehreren Einsatzlagen rund um die E-Fahrzeug spezifische Gefahrenabwehr

Inhalte Praxistag:
- Kurze Auffrischung der Theorie (Transfer in die Praxis)
- Erkundung von zusätzlicher Ausrüstung zur Gefahrenabwehr
- Übungseinsätze am E-Schulungsfahrzeug inkl. Nachbesprechung
- Erkundung von E-Fahrzeugmodellen mit der Rettungskarte

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Feuerwehrfest 13.05.-14.05.2023

Flyer Fest Neu

Das diesjährige Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Engelsbrand findet am 13.05. und 14.05.2023 statt.

Beginn des Festes ab 15:00Uhr.

Festadresse: Am Feuerwehrhaus 1, 75331 Engelsbrand.

Wir freuen uns auf Ihr kommen!